Fährturm Nordheim


Zwischen Rheindürkheim und Nordheim befindet sich weiterhin einer der wenigen Flachwasserabschnitte des Rheinstroms. Noch heute wird dieser Bereich von den Rheinschiffern mit erhöhter Vorsicht durchfahren, kommt es doch manchmal noch vor, dass ein Schiff auf Grund läuft. 

 

Es ist deshalb gut verständlich, dass diese günstige natürliche Situation schon in alter Zeit als Flussübergang genutzt wurde. Bereits im Mittelalter wird im Jahr 1364 unter den Hübnern aus Rheindürkheim ein Heneln Ferge genannt, der wohl auch als Fährmann (Ferge) fungierte. Wohl mehrfach wurden im Lauf der Zeit die Anlegestellen um einige 100 m verlegt, bis sie vom Rheindürkheimer Fahrt dann 1894 an die Ortsmitte als damals moderne Giersfähre eingerichtet wurde. Da die Schiffahrtsrinne den etwas tieferen linksrheinischen Strombereich nutzte, musste der Ruhe- und Liegebereich, der an einem Seil befestigten Fähre, mit dem rechtsrheinischen Ufer vorlieb nehmen. Das über 500 m lange Seil war am Flussgrund verankert und wurde von einigen Tragenachen in regelmäßigen Abständen über der Wasseroberfläche festgehalten. Die Fahrmänner, die meist aus Rheindürkheim stammten, brauchten für sich und ihre Fahrgäste auf dem rechten Rheinufer eine feste Bleibe. 

 

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