Schenkung Ludwigs II. an Wernher in Biblis, Wattenheim und Stein

URKUNDE 26 (Reg. 3285)
 

Im Namen  der heiligen  und unteilbaren  Dreieinigkeit Ludwig, von Gottes Gnaden König. Der königlichen Würde geziemt es, die ihr treu Dienenden durch mannigfaltige Gaben und beträchtliche Auszeichnungen zu ehren und zu erhöhen.

Diesem Brauch unserer  Ahnen, der fränkischen Könige folgend, beliebt es unserer Majestät, einen gewissen  unserer Getreuen namens Werinhar, durch einige Vermögensanteile unseres  Besitztums  zu bevorzugen  und zu erheben. Und nicht unverdient! Er ist würdig, von unserer Majestät ein solches Geschenk verdienterma­ßen entgegennehmen zu dürfen, denn stets ist es sein Bestreben. uns mit aller Kraft zu dienen und allen unseren Weisungen nachzukommen. Kund und zu wissen sei daher dem ganzen Volke unserer Getreuen, der gegenwärtigen und der zukünftigen, dass wir jenem Werner Güter aus unserem Eigentum in sein Eigentum geben, die im Oberrheingau in den Dörfern Bibifloz (Biblis), Wadtinheim (Wattenheim) und Zulle­stein liegen, nämlich einen Herrenhof mit Kirche, mit den dort wohnenden Leibeige­nen  beiderlei Geschlechtes mit Wohnhäusern, Stallungen. Weinbergen.  Äckern. Wäldern, Wiesen. Weiden, Wasserstellen  und Wasserläufen,  Zubehör. ab und  zu­führenden  Wegen. bisher  erfassten und noch  zu erlassenden  und überhaupt  allen dazugehörigen Grundstücksteilen. Das alles ging zur Gänze aus unserem Eigen­tums-  und Besitzrecht in jenes unseres  vorgenannten  Getreuen Werner über. Wir haben ihm das aus unserem Besitz in sein gesetzliches Eigentum und in sein Herrenrecht dank                                                                                                                                             

unserer  Freigebigkeit als Geschenk  übertragen. Vom heutigen Tage an kann er sofort über das. was durch die Schenkung unserer Königsmacht sein gesetzliches Eigentum geworden  ist. verlügen oder bestimmen. wie er wilL Im Namen  Gottes  genießt  er alles als freies Eigentum. mit dem er nach  Gutdünken schalten und walten kann. Und damit die Gültigkeit dieser unserer Schenkungsurkunde für alle künftigen  Zeiten unverletzlich und unangefochten ihre Kraft behalte haben  wir sie eigenhändig unterschrieben und mit unserem Ringe siegeln lassen. Monogramm des Herrn Ludwig, des ruhmreichen Königs. Ich. der Diakon Adaleold, habe im Auftrag des Grimald gegengezeichnet Gegeben  am 26. Mai (836) durch Christi Gnade im dritten Jahr der Regierung unseres Herrn Ludwig, des Königs im Ostfrankenreich.ln det 14.Indiktion. Geschehen  in Theodonis Dorf (Diedenhofen = Thionville,-Lothri·glücklich vollendet im Namen Gottes. Amen.

 VERMERK 27
Jenes  Grafen  Werner  Weitervergabung  des gleichen  Besitzes an das Lorscher Kloster hat diesen Inhalt:

 
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