Kath. Kirche

Die stattliche, zweitürmige im Stil der Frühgotik erbaute Bibliser Kirche, die dem heiligen Bartholomäus geweiht ist, wurde in den Jahren 1872 - 1876 durch den Architekten und Oberbaurat Johann Christian Horst aus Bensheim, erbaut.

Hohes kunstgeschichtliches Interesse bieten der Altar und die alten Holzschnitzfiguren, mit denen die Kirche reichlich ausgestattet ist.
 

Katholische Pfarrei "St. Bartholomäus" Biblis

Im Jahre 836 schenkte der fränkische Gaugraf Werinher dem Kloster Lorsch eine ihm eigene Hauskirche samt dem dazugehörigen Dorf Bibifloz (Biblis). Seit diesem Zeitpunkt besteht die Pfarrei und solange gibt es auch ein katholisches Gotteshaus. Die erste Kirche dürfte wohl ein einfacher Holzbau gewesen sein, wie er schon vor Bonifatius vor den missionierenden schottischen Mönchen gerne errichtet wurde.
Ab 1332, als nach der Auflösung des Klosters Lorsch durch Kaiser Friedrich II. Biblis in den Besitz des Erzbistums Mainz übertragen worden war, wurde die alte hölzerne Kirche durch einen Steinbau ersetzt.

Nach Einführung der kalvanistischen Reformation - Biblis war inzwischen zusammen mit dem Amt Starkenburg an den Kurfürsten von der Pfalz verpfändet - ließ Pfalzgraf und Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz 1560 in Biblis eine neue Kirche errichten.
Nach dem 30-jährigen Krieg, als Biblis im sogenannten Bergsträßer Nebenregress 1650 wieder kurmainzisch geworden war, wurden Teile der Kirche - wahrscheinlich nur das Dach - wiederhergestellt und 1659 baute man eine Empore ein und versah die Decke mit einer Holztäfelung. Am 1. November 1660 wurde die Kirche neu eingeweiht und erhielt dabei die Titulatur von St. Bartholomäus.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts war die Kirche wieder stark baufällig, doch nur das Allernotwendigste wurde instandgesetzt. Erst 1759 ließ Kurfürst und Erzbischof Johann Friedrich Karl von Ostein (1743-1763) auf Drängen von Gemeinde und Pfarrer das Gotteshaus reparieren und mit einem neuen Chor erweitern. Am 26. September 1762 wurde die Kirche durch Weihbischof Christoph eingeweiht und tat über 100 Jahre lang ihren Dienst, bis durch die Tatkraft von Pfarrer Dvorak der Neubau der jetzigen Pfarrkirche erfolgte.

Am 9. November 1876 wurde nach rund vierjähriger Bauzeit die mit einer für die damalige Zeit horrenden Bausumme von knapp 266.000 Reichsmark errichtete neugotische Kirche "St. Bartholomäus" vom Mainzer Bischof Wilhelm Emanuel Freiherrn von Ketteler eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben

 
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